Ein Abend auf Platt mit Karin-Angela Peters und dem Chor "Gaudeamus"
Datum: 22.11.2013

Mit tiefem Bedauern musste der Kultur- und Heimatverein zur Kenntnis nehmen, dass Frau Peters nur wenige Tage nach ihrer Lesung verstorben ist.

Die Autorin Karin-Angela Peters lebt in Pewsum. Im Jahr 2005 hat sie bereits im Haus Els sehr eindrucksvoll vorgetragen. Ihre plattdeutschen Erzählungen, Gedichte und Liedtexte haben weit über Ostfriesland hinaus viel Beachtung und Anerkennung gefunden. Die literarischen Arbeiten von Frau Peters erfuhren eine besondere Würdigung durch die Verleihung des Freudenthal-Preises, ein Literaturpreis, der über Niedersachsen hinaus sehr geschätzt wird.

Frau Karin-Angela Peters versteht es, ihre feinsinnigen Wahrnehmungen von Alltagsereignissen, zwischenmenschlichen Beziehungen oder Begebenheiten in der Natur kunstvoll und einfühlsam in unsere ostfriesische Mundart zu übertragen. Sie wird Amüsantes, Stimmungsvolles, aber auch Nachdenkliches aus ihren literarischen Werken präsentieren.

Zudem dürfen wir uns auf den Großefehner Chor ?Gaudeamus" freuen, der mit plattdeutschen Liedern den Abend musikalisch gestalten wird.

Beginn: 20.00 Uhr, Ende ca. 22.00 Uhr
Ort: Haus Els, Ostgroßefehn (an der Mühle)
Eintritt: 4,00 EUR (einschließlich Kaffee und Kuchen)
Kontakt: Gert Garbe Tel. 04943/840 (Anmeldung nicht erforderlich)

Voller Erfolg mit Karin-Angela Peters und dem Chor "Gaudeamus"
Der "Abend up Platt" des Großefehner Kultur- und Heimatvereins am letzten Freitag bei Tee und Kuchen war mit über 50 Zuhörern gut besucht. Dies stellte der 2. stellvertretende Vorsitzende und Organisator des Abends, Gert Garbe, im voll besetzten Haus Els in Ostgroßefehn fest. Als Mitwirkende begrüßte er die Plattdeutsch-Autorin Karin-Angela Peters (Pewsum) und den Großefehner gemischten Chor "Gaudeamus" (Leitung: Annegret Saathoff).
Die preisgekrönte Autorin, die zur Zeit am Vorlesetelefon zu hören ist, trug "Vertellsels" von älteren Menschen und Kindern vor. Viel Schmunzeln und Lachen erzeugte sie mit ihrem "Schüleraufsatz" zum Thema "Rentner": "Rentner ist, wenn einer hinfällt, müssen junge Leute ihm aufhelfen." Oder: "Rentner laufen ganz langsam und stützen sich dabei auf eine Art Sackkarre."
Zum ersten Mal in der langen Geschichte des plattdeutschen Abends sei ein Chor zu hören, hob Garbe als Moderator des Abends hervor. Im Wechsel mit den Lesungen erklangen fünf vierstimmige Lieder mit plattdeutschen Texten. Darunter war eine plattdeutsche Umdichtung des bekannten Liedes "Der Mond ist aufgegangen" des kürzlich verstorbenen Auricher Autoren Johannes Diekhoff und eine für das Publikum überraschende Version des "Klassikers" "Dat du min Leevsten büst". Für alle Beiträge des Abends gab es viel Beifall, ebenso wie für die Helfer im Hintergrund, insbesondere das Ehepaar Sassen.

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